Donnerstag, 8. Mai 2014

Info Brunnen und Gartenwasserzähler

Für die Gartenbewässerung (bei leerer Zisterne) gibt es zwei Alternativen:

1.) Leitungswasser:
Eine recht teure Lösung, da außer dem Preis für das Frischwasser auch die Abwassergebühren anfallen.

Wasserpreis in  Böhl (eher niedrig, ohne Abwasser): 0,9844 EUR/m³ inkl. 7% MwSt)
Abwassergebühr in Böhl: 2,20 EUR/m³
(Achtung: Die Wasser- und Abwasserpreise schwanken regional sehr stark.)

Bei den meisten Gemeinden werden einem AUF ANTRAG (!) ein Teil der Abwassergebühren erlassen, wenn man angibt, den Garten mit Leitungswasser zu bewässern.
In unserem Falle wäre dies 10 m³ pro 100 m² Bewässerungsfläche und Jahr, allerdings läuft diese Regelung aus und es wird es keine Pauschalmenge mehr geben.

Die Alternative ist ein Gartenwasserzähler. Das ist ein Zähler, der den Wasserverbrauch über die Außenwasserhähne misst. Für die so bestimmte Menge fallen keine Abwassergebühren an.
Wir kannten bisher nur Zähler die im Keller verbaut wurden, was bei Neubauten in der Regel nicht möglich ist, da die Leitungen für die Außenwasserhähne oft erst im EG abzweigen und nicht im Keller.
Das ist allerdings kein Problem. Es existieren extra Gartenwasserzähler für die Zapfstellen (kann man im Winter abschrauben). ACHTUNG: Diese Wasserzähler werden nicht von jeder Gemeinde akzeptiert, man muss sich also vorher (!) erkundigen. Die Gemeinden regeln welche Gebühren anfallen, welche Zähler akzeptiert werden und wie sie eingebaut werden dürfen.

Interessant ist dieser Artikl: Gartenwasserzähler auf Bauen.de
Bilder und Preise gibt es in diesem externen Baublogartikel: Wasser für den Garten
(Übrigens auch ein sehr gutes Baublog, dass wir auch gelesen haben)

2.) Zisternen- und Brunnenbenutzung:
Wir haben eine 6 m³ Zisterne. Diese leistet gute Dienste und überbrückt einige Tage, wenn es aber länger nicht regnet läuft sie trocken.
Wir stellen aus diesem Grund Antrag auf einen Brunnen. (Details zum Antrag und den Möglichkeiten
den Brunnen einzurichten folgen später in einem separaten Post).
Bei Zisterne und Brunnen fallen nur die Stromkosten für die Pumpe und die Anschaffungskosten an.
Die Pumpe hat rund 100 EUR gekostet und wird für die Zisterne ohnehin benötigt.
So wie wir die Fördermenge einschätzen, liegen wir (mit unserer 800 W Pumpe und einem Strompreis von 24,75 ct/kWh) weit unter 1 EUR/m³ (allerdings ohne Gewähr, wir haben keinen Außenwasserzähler).

Kommentare:

  1. Hallo Andrea und Fabian, super Blog - unser Hausbau beginnt gerade in der Gegend und daher ein paar Fragen:
    - Wie hoch ist denn bei euch der Grundwasserstand? Wie viel kostet denn die Bohrung für den Brunnen?
    - Zweite Frage geht in Richtung Keller und Bemessungswasserstand - ist euer Keller trocken (weil es heißt, dass in der Gegend der Keller nur mit Weißer Wanne gebaut werden soll)

    Würde mich über Details freuen. Viel Spaß im neuen Haus!

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    1. Das Grundwasser stand 2,2 m unter der Oberfläche unseres Grundstücks. Wir haben mit weißer Wanne gebaut (ist im Blog genauer beschrieben).
      Was den Brunnen angeht folgen demnächst weitere Details im Blog.

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